„Gaijin“

„Wow, du warst in Japan?“
„Korrekt.“
„Das ist ja so cool! ich wollte schon immer mal nach Japan und habe mir selbst japanisch beigebracht. Wie war es und sieht es wirklich so aus, wie in Anime xy?“

IMG_7959Tut mir leid Japan-Fans:
Ich habe weder Ahnung von Animes, Mangas oder Cosplays, noch war es mein großer Traum nach Tokio zu ziehen.
Umso schwerer fällt es mir, auf solche Fragen eine Antwort zu wissen.

In Japan landete ich durch Zufall. Eigentlich wollte ich nach Hongkong ins Bildungswesen, was jedoch mit Beginn der Regenschirmproteste Ende 2014 unmöglich wurde.
Der Flug nach Asien war bereits gebucht, die Landung in Tokio eine Notlösung. Weiterlesen

Tschernobyl 2017

Nordkorea 2015

#TheWashlist – Folge 002: Keine Hose, Kein Problem

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keineHosenEinhornEs geht in die Hamburg-Edition von #TheWashlist mit Axel, Flo und Neeti von keineHosenSonntag.
Und weil nun mal jeder Tag ein „KeinHosenSonntag“ ist, wenn man sich nur danach fühlt, machen wir das ganze Nackt um die Beine!

Live-Hörer erinnern sich sofort an den Artikel: „Hallo liebe Autofahrer! Ich bin dieses Arschloch.“ von Axel, doch dabei bietet der Blog mittlerweile auch Konzertmitschnitte (Wie das im Podcast angekündigte Wohnzimmerkonzert von „The Wooden Sky„) und beinhaltet Flos privates Kochbuch. Weiterlesen

#TheWashlist – Folge 001: Vom Radio in den Waschsalon mit Rena und Vale

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Die erste Folge des Podcast-Projeks: #TheWashlist!

Noch erkältet und ohne Intro, dafür aber mit tollen Gästen!
Mit mir Starren dieses Mal Rena und Vale vom Campusradio Indiewelle auf Waschvollautomaten in einem Kieler Washsalon.

Es geht um Radio-Shows, Wäsche, Wohnen im Wohnwagen und wie die beiden zum CampusRadio gekommen sind.
Mittlerweile rocken sie zusammen jeden Dienstag morgen die muntere Morningshow, machen Dinge mit Musik und Witze die so flach sind, dass man stetig die Füße heben muss.

Also Füße hoch und los gehts!

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Nicht nur Ton, sondern auch Bild

Eine Geschichte über Lost & Found

Nach Hause kommen, Wohnungstür schließen, über die Katze stolpern, Tasche abstellen und plötzlich PANIK!
Das Einhorn ist weder in meinem Arm noch an seinem Platz. Ich muss es heute irgendwo liegen gelassen haben! Schnell gehe ich in meinem Kopf alle Wege des Tages durch, schreibe Freunden und auf Twitter.

IMG_20151005_151546313Auch auf Konferenzen verschwindet es ab und an, doch da Menschen mich kennen und ein pummeliges Plüscheinhorn recht ungewöhnlich ist, hat es bis jetzt immer wieder seinen Weg nach Hause gefunden. Allerdings trägt es dort häufig ein Namensschild, das auf meinen Twitter-Account verweist.

Schnell wähle ich die Nummer der Verkehrsgesellschaft.
„Bin ich da richtig beim Fundbüro?“
„Ja“ grummelt eine schlecht gelaunte Frau am anderen Ende der Leitung.
„Ich glaube ich habe soeben mein Einhorn in der Buslinie x liegen gelassen!“ Weiterlesen

„Stargast“ in einer MorningShow werden: check

16112811_1361994763874326_8961448083185936359_oWenn man in eine RadioShow eingeladen wird sagt man selten nein, also sitze ich plötzlich in der MorningShow von Rena und Vale.
Radio ist doch anders als alles was ich bisher gemacht habe. Ohne zwingend festes Skript, dafür mit Musikauswahl und Überleitungen geht es durch den Morgen.
Spontanität, gute Laune und ein Händchen für das Verknüpfen von vielen verschiedenen Themen verschaffen mir definitiv Respekt.
Das frühe Aufstehen hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Das Ergebnis hört ihr hier.

Die Radioaktivität im Nacken

In Kiew schaue ich auf mein Strahlen-Dosimeter. Leise summt es im Takt. Das Display zeigt 0.14 µSv/h.
Noch ist alles absolut normal, aber in einer paar Stunden werde ich die Sperrzone von Tschernobyl betreten.
IMG_0941Das erste Mal in meinem Leben habe ich vor einer Reise Angst. Normalerweise kann ich die Gefahren meiner Reisen abschätzen. Man darf es sich nicht mit der Regierung verscherzen, keine Gesetze brechen und sich an Sicherheitshinweise halten. Befolgt man diese simplen Regeln, so hat man häufig nichts zu befürchten.

In Nordkorea bekamen wir sogar einen Zettel mit Verhaltensregeln. Das gibt Sicherheit. Von nun an liegt es an einem selbst, in wie viel Schwierigkeiten man sich bringen möchte, oder hat einfach Pech.
Am Ende hofft man dank seiner privilegierten Staatsbürgerschaft aus seiner misslichen Situation befreit zu werden.
All diese Schäden, so schrecklich sie auch werden können, sind reparabel. Setze ich mich hingegen einmal einer zu hohen Strahlendosis aus, wird dies mein Leben auf ewig beeinflussen.

Freunde und Verwandte sind besorgt, fragen, ob ich mir schon Eizellen habe einfrieren lassen für den Fall, dass ich unfruchtbare werde, oder legen mir nahe, Jod-Tabletten zu nehmen. Das erste Mal kann ich ihre Bedenken nicht mit einfachen Sätzen wegwischen, denn ja ich habe keine Ahnung von Radioaktivität. Weiterlesen

Hiroshima und der japanische Antimilitarismus

August 2015

Während tausende Menschen auf den Straßen Tokyos gegen die geplante Verfassungsänderung protestieren, stehe ich vor dem Gästebuch des „Peace Memorial Museums“. Ein sehr gemäßigter Name für das Friedensmuseum Hiroshimas, das bis ins kleinste Detail die Folgen des Atomschlags der Amerikaner 1945 zeigt.

50Yen (ca 50ct) kostet der Eintritt. Für etwas mehr bekommt man einen Audio-Guide, der einem in vielen Sprachen das Grauen der einzelnen Ausstellungsstücke präsentiert. Nach der Hälfte schalte ich ihn aus, zu traumatisierend sind die Geschichten.

Als die Amerikaner mit der Atombombe „Little Boy“ ganz Hiroshima und auf einen Schlag 80.000 Menschen von der Landkarte löschten, explodierte nicht einmal das gesamte Material. Die geplante Katastrophe hätte schlimmer ausgehen sollen.
IMG_20150831_180233841Das Bild des Ergebnisses ist so schlimm, dass der anwesende Fotograf lediglich in der Lage war, ein einziges Foto zu schießen.
Bis heute ist es das einzige Bild, das die Stadt direkt nach dem Anschlag zeigt.
Brennende Menschen. Die Haare zerzaust, die Haut verbrannt, häufig bis zur Unkenntlichkeit. Viele Leichen können nur noch an ihren Habseligkeiten identifiziert werden. Beispielweise der Name auf der verbrannten Brotdose oder eine Halskette sind jetzt die Dinge, die den Angehörigen die traurige Nachricht übermitteln und Gewissheit schaffen. Weiterlesen