#TheWashlist – Folge 001: Vom Radio in den Waschsalon mit Rena und Vale

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Die erste Folge des Podcast-Projeks: #TheWashlist!

Noch erkältet und ohne Intro, dafür aber mit tollen Gästen!
Mit mir Starren dieses Mal Rena und Vale vom Campusradio Indiewelle auf Waschvollautomaten in einem Kieler Washsalon.

Es geht um Radio-Shows, Wäsche, Wohnen im Wohnwagen und wie die beiden zum CampusRadio gekommen sind.
Mittlerweile rocken sie zusammen jeden Dienstag morgen die muntere Morningshow, machen Dinge mit Musik und Witze die so flach sind, dass man stetig die Füße heben muss.

Also Füße hoch und los gehts!

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Nicht nur Ton, sondern auch Bild

Eine Geschichte über Lost & Found

Nach Hause kommen, Wohnungstür schließen, über die Katze stolpern, Tasche abstellen und plötzlich PANIK!
Das Einhorn ist weder in meinem Arm noch an seinem Platz. Ich muss es heute irgendwo liegen gelassen haben! Schnell gehe ich in meinem Kopf alle Wege des Tages durch, schreibe Freunden und auf Twitter.

IMG_20151005_151546313Auch auf Konferenzen verschwindet es ab und an, doch da Menschen mich kennen und ein pummeliges Plüscheinhorn recht ungewöhnlich ist, hat es bis jetzt immer wieder seinen Weg nach Hause gefunden. Allerdings trägt es dort häufig ein Namensschild, das auf meinen Twitter-Account verweist.

Schnell wähle ich die Nummer der Verkehrsgesellschaft.
„Bin ich da richtig beim Fundbüro?“
„Ja“ grummelt eine schlecht gelaunte Frau am anderen Ende der Leitung.
„Ich glaube ich habe soeben mein Einhorn in der Buslinie x liegen gelassen!“ Weiterlesen

„Stargast“ in einer MorningShow werden: check

16112811_1361994763874326_8961448083185936359_oWenn man in eine RadioShow eingeladen wird sagt man selten nein, also sitze ich plötzlich in der MorningShow von Rena und Vale.
Radio ist doch anders als alles was ich bisher gemacht habe. Ohne zwingend festes Skript, dafür mit Musikauswahl und Überleitungen geht es durch den Morgen.
Spontanität, gute Laune und ein Händchen für das Verknüpfen von vielen verschiedenen Themen verschaffen mir definitiv Respekt.
Das frühe Aufstehen hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Das Ergebnis hört ihr hier.

Die Radioaktivität im Nacken

In Kiew schaue ich auf mein Strahlen-Dosimeter. Leise summt es im Takt. Das Display zeigt 0.14 µSv/h.
Noch ist alles absolut normal, aber in einer paar Stunden werde ich die Sperrzone von Tschernobyl betreten.
IMG_0941Das erste Mal in meinem Leben habe ich vor einer Reise Angst. Normalerweise kann ich die Gefahren meiner Reisen abschätzen. Man darf es sich nicht mit der Regierung verscherzen, keine Gesetze brechen und sich an Sicherheitshinweise halten. Befolgt man diese simplen Regeln, so hat man häufig nichts zu befürchten.

In Nordkorea bekamen wir sogar einen Zettel mit Verhaltensregeln. Das gibt Sicherheit. Von nun an liegt es an einem selbst, in wie viel Schwierigkeiten man sich bringen möchte, oder hat einfach Pech.
Am Ende hofft man dank seiner privilegierten Staatsbürgerschaft aus seiner misslichen Situation befreit zu werden.
All diese Schäden, so schrecklich sie auch werden können, sind reparabel. Setze ich mich hingegen einmal einer zu hohen Strahlendosis aus, wird dies mein Leben auf ewig beeinflussen.

Freunde und Verwandte sind besorgt, fragen, ob ich mir schon Eizellen habe einfrieren lassen für den Fall, dass ich unfruchtbare werde, oder legen mir nahe, Jod-Tabletten zu nehmen. Das erste Mal kann ich ihre Bedenken nicht mit einfachen Sätzen wegwischen, denn ja ich habe keine Ahnung von Radioaktivität. Weiterlesen

Hiroshima und der japanische Antimilitarismus

August 2015

Während tausende Menschen auf den Straßen Tokyos gegen die geplante Verfassungsänderung protestieren, stehe ich vor dem Gästebuch des „Peace Memorial Museums“. Ein sehr gemäßigter Name für das Friedensmuseum Hiroshimas, das bis ins kleinste Detail die Folgen des Atomschlags der Amerikaner 1945 zeigt.

50Yen (ca 50ct) kostet der Eintritt. Für etwas mehr bekommt man einen Audio-Guide, der einem in vielen Sprachen das Grauen der einzelnen Ausstellungsstücke präsentiert. Nach der Hälfte schalte ich ihn aus, zu traumatisierend sind die Geschichten.

Als die Amerikaner mit der Atombombe „Little Boy“ ganz Hiroshima und auf einen Schlag 80.000 Menschen von der Landkarte löschten, explodierte nicht einmal das gesamte Material. Die geplante Katastrophe hätte schlimmer ausgehen sollen.
IMG_20150831_180233841Das Bild des Ergebnisses ist so schlimm, dass der anwesende Fotograf lediglich in der Lage war, ein einziges Foto zu schießen.
Bis heute ist es das einzige Bild, das die Stadt direkt nach dem Anschlag zeigt.
Brennende Menschen. Die Haare zerzaust, die Haut verbrannt, häufig bis zur Unkenntlichkeit. Viele Leichen können nur noch an ihren Habseligkeiten identifiziert werden. Beispielweise der Name auf der verbrannten Brotdose oder eine Halskette sind jetzt die Dinge, die den Angehörigen die traurige Nachricht übermitteln und Gewissheit schaffen. Weiterlesen

Let’s Talk About Sex … and YouTube

Wenn wir über Liebe, Beziehungen und Sex reden, dann denken die wenigsten zuerst an die Internetplattform „YouTube“. Für viele Nutzer bietet die jedoch mittlerweile Lebenshilfen aller Bereiche. Vom morgendlichen Schminken dank Make-up Tutorials bis hin zur Nachmittagsunterhaltung durch Webshows oder Let’s Play’s hat sich eine einzelne Webseite komplett in unser Leben geschlichen.

Mittlerweile kann jeder Mensch mit einer Videokamera oder sogar seinem Smartphone sein eigenes Projekt auf YouTube starten und damit seine Meinung und Gedanken publizieren. Das Internet bietet viele Möglichkeiten und schafft damit einen enormen Raum für Kreativität. Doch Plattformen wie YouTube ersetzen langsam nicht nur Unterhaltungsmedien, sondern auch Beziehungsratgeber. Weiterlesen

Die Jugend macht Kongress – Ein Einhorn auf der TINCON

Als am Freitag Mittag die TINCON (teenageinternetwork convention) öffnet, haben die meisten Berliner Schüler gerade erst Schulschluss.
Nur langsam füllt sich das Haus der Berliner Festspiele mit Jugendlichen im Alter von 13 bis 21 Jahren.
tincon-einhornbeutelRichtig voll wird es die ganzen Tage nicht werden. Die rund tausend Besucher über drei Tage verlaufen sich innerhalb der großen Fläche.
Stage 1, bei welcher es sich um die große Theaterbühne handelt, ist nie mit mehr als drei oder vier Reihen besetzt, im Garten findet man immer freie Plätze und lange Schlangen sucht man vergeblich.
All das ist keinesfalls ein Grund, die Veranstaltung als gescheitert zu sehen, ganz im Gegenteil:
Das Programm war mit großartigen Speakern bestückt, die für jeden Fan genügend Zeit für Fotos, Autogramme und häufig auch ein kleines Gespräch hatten, und alle Workshops hatten genug Kapazitäten, um jeden Teilnehmer aufzunehmen.

 

TEENAGE

Jede Veranstaltung beginnt klein, doch die #TINCON stellt trotzdem bereits ein Programm auf die Beine, von dem andere Veranstalter nur träumen können.
Coldmirror, Oguz, Fynn Kliemann und weitere YouTuber locken die Jugendlichen und ermuntern mit lustigen Geschichten zu Individualität und dazu, sich selbst auszuprobieren. Weiterlesen

Zu Besuch in Kim Jong Uns Geschenke-Wunderland

Ich blättere mich durch die alten Aufzeichnungen meines Reisetagebuchs auf der Suche nach den Gedanken und Gefühlen, die mich noch Monate beschäftigt haben.
Die nordkoreanische Freundschaftsausstellung ist dabei Sinnbild für die Selbstdarstellung eines Machthabers, der keine Menschen neben sich duldet und am besten mit den Worten „Ich kann das, also will ich es“ beschrieben werden kann.
Als wir zum Ende unserer Reise vor den meterhohen hohen Bronzetüren stehen, die den Eingang in das Geschenke-Wunderland einer Diktatoren-Familie bildet und uns erzählt wird, dass diese in einem Guss gegossen wurden, sind wir bereits abgehärtet von Bronzestatuen und Monumentalbauten aller Art. Die Tür, die locker zwei- bis dreimal so hoch ist wie ich, wird nur noch mit einem Nicken abgetan.
IMG_9881 (2)Als uns von den über 150 Räumen auf über 50.000 m², die natürlich von Menschenhand in gerade einmal drei Jahren erbaut wurden, erzählt wird, laufen nur Zahlen durch meinen Kopf. Ganz lange Zahlen. Irgendwann sind Zahlen einfach nicht mehr zu begreifen.
„Das sind mehr Quadratmeter als die Stadt Münster an sozial genutzter Fläche hat… Oder ein Drittel Saarbrückens…“, erzählt mir später ein Mitreisender und bei dem Versuch, es mir bildlich vorzustellen, muss in meinem Kopf irgendeine Sicherung durchgebrannt sein.
Seit meiner Ankunft denke ich nur noch in Fußballfeldern, doch selbst diese Relation scheint langsam an ihre Grenzen zu stoßen. Weiterlesen